Ich habe die ganze Nacht durchgeschlafen. Vom Nacken bis zu den Füssen tat mir alles weh. Das ist die Strafe für ungenügendes Training.
Zum Frühstück gab es Kaffee und Nudelsuppe. Nachdem ich alles gepackt hatte ging meine Fahrt weiter dem Sempachersee entlang. Ich spürte jeden Muskel meines untrainierten Körpers.
In Sempach angekommen gab es eine Pause mit Cappuccino. Ich musste meine Weiterfahrt neu überdenken. Den Gotthardpass und Monte Ceneri zu überqueren ist in meiner jetzigen Verfassung unmöglich. Ich entschloss mich schweren Herzens von Luzern nach Lugano den Zug zu nehmen.
Von Sempach bin ich über kleine Strässchen nach Luzern gefahren. Die Entscheidung war richtig. Ich bin nicht mehr in Schwung gekommen. Die erste Etappe war zu lange, ich habe mich wohl überanstrengt.
Beim lösen der Fahrkarte wurde mir mitgeteilt, dass der Gotthard Basistunnel gesperrt sei. Nur die Panoramastrecke über Göschenen sei fahrbar aber Velos würden nicht transportiert.
Trotzdem habe ich eine Velotageskarte gekauft und bin in Luzern mit Velo in den Zug gestiegen. Als nach einigen Kilometern der Zugbegleiter das Velo sah gab es unschöne Diskussionen. Er meinte ich müsse an der nächsten Haltestelle aussteigen oder zumindest das Velo. Nach einem Telefonat mit seinem Chef bekam ich dann doch noch die Ausnahmebewilligung mit Velo bis Lugano zu fahren.
Die Fahrt über die alte Bergstrecke war ein Erlebnis. Als Jugendlicher bin ich das letzte Mal die Strecke gefahren.
In Lugano angekommen musste ich noch einen kleinen Hügel überwinden um nach Agno zu gelangen. Dort habe ich auf einem sehr schönen Campingplatz mein Zelt aufgeschlagen, gut gegessen und bin früh schlafen gegangen.
Hallo Markus, dann bist ja in der Nähe von unserem Feriendomizil vorbei gefahren! E liebe Gruess us em Bündneroberland